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Die Werkstatt

 

 

Lokomotiven der originalen Ausstellungsbahnen mit der Spurweite 318mm (15 Zoll) wurden in der Regel bei den großen Lokomotivfabriken gebaut und gewartet. Zum Bewegen, bei einem Dienstgewicht von ca. 6 bis 7t,  legte man den kleinen Schätzen in den Lokomotivfabriken standesgemäß eigens eine passende Schiene ins Normalspurgleis. Das ist sehr  gut zu sehen auf unserem Schwarzweißbild von 1951 (Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung der Zeitschrift GARTENBAHNEN). "Tazzelwurm", "Springerle" und "Santa Maria", die heute noch im Killesbergpark in Stuttgart lange Publikumszüge bewegen, kamen aus den Fertigungshallen von KRAUSS-MAFFEI in München- Allach. Die dort erfolgte Aufarbeitung der Schnellzuglok 05 002 bot Gelgenheit zu diesem außergewöhnlochen Foto.


Ganz klar, Fahrzeuge der genannten 15- Zoll- Dimensionen erfordern ja auch eine entsprechend ausgerüstete Kesselschmiede, für Fahrwerke mit Treibrädern bis 600mm Durchmesser sind industrielle Schwerdrehmaschinen erforderlich. Das gilt nicht nur für den Bau, sondern auch für den laufenden Unterhalt der Maschinen. So etwas kommt für unseren "Hausgebrauch" nicht in Frage! Betrachtet man andererseits den Markt  für Werkzeugmaschinen, findet man gewisse Standardgrößen für Drehbänke, Metallbandsägen und Fräsmaschinen, die bei weiter Verbreitung im handwerklichen Werkstattbereich eben noch zu erschwinglichen Preisen, gebraucht oder auch neu von Produzenten aus China, erworben werden können. Von daher der Kunstgriff mit etwas abgespeckten Maßstab 1:4,3: Nun kommt das 1000mm-Standardrad der Güterwagen, Reisezugwagen und Diesellokomotiven der Normalspur auf einen Modelldurchmesser von rund 230 mm. Das ist auf einer Standard- Drehbank mit 250mm-Futter und einer Eiganmasse von 2,5 t noch gut zu bewältigen. Stahl- Walzprofile und Bleche sind heute in allen nur denkbaren Dimensionen auch für Privatkunden in Kleinmengen verfügbar. Rundmaterial bis 240mm kann man auf weit verbreiteten Standard- Bandsägen des Handwerkes problemlos und präzise in Scheiben schneiden. Durchmesser nur knapp darüber erfordern bereits teure, nur in der Großindustrie gebräuchliche, viele Tonnen schwere Geräte! Auch der Gleisbau wird in dieser Größe dann sehr einfach und preiswert: Vollprofil 30x15 mm oder auch U-Stahl 30x15 mm reicht für die zu erwartenden Achslasten von 200 bis 300 kg aus und liefert eine ausreichend breite Lauffläche.

Kurzum: ein neues System! Minimaler Aufwand mit großem Effekt! "Echte Eisenbahn", aber hergestellt mit Hausmitteln!  

 

 So macht Drehen Spaß!


 Kein Bau von Miniaturen, sondern Umgang mit echten Dimensionen und gewichtigen Bauteile, die nicht nur nach Eisenbahn aussehen, sondern sich mit ihrer trägen Masse auch so verhalten! 



Trotzdem ist äußerste Präzision gefragt, die man sich aber gerne aneignet!


Mit dem Zweipunkt- Innentaster gelingt auch eine meßtechnische Erfassung von Bohrungen in der geforderten Genauigkeit von 1/100 mm. Wir sehen hier die Übertragung des Grundmaßes von der Mikrometerschraube! 

 

Präzise Bearbeitung des faszinierenden Werkstoffes Stahl, in eigener Werkstatt! Eine ganz besondere, eigene Welt, die einen nicht mehr loslässt!

 Beschriften mit alten Originalmethoden

Spezialgebiet "Güterwagen der frühen Bundesbahn- Ära": vom Guß eines Weißmetall- Gleitlagers auf Messingträger bis hin zur Schablonenbeschriftung werden alle klassischen Arbeitstechniken nachvollzogen!

Serienfertigung: Stoßdämpfer für KLV- Fahrzeuge mit MEGI- Federung.

Bleche abkanten oder auch rundbiegen: mit dem richtigen Werkzeug macht die Arbeit Spaß!

Ganz wichtig ist eine eigene Schreinerei: klassische Eisenbahn erfordert viele Holzteile, wie zum Beispiel hier die Verbretterung eines Drehscheiben- Wärterhäuschens!

Arbeiten mit allen Tricks: Auch der Zweiwege- Unimog besteht strukturell komplett aus Holz, Rahmen als Moncoque, dreifach verleimt aus Eichenbohlen.

Für die Herstellung großvolumiger Partien an Urmodellen für die GfK-Fertigung eignet sich sehr gut Polystyrol-Schaum in Blockform. Die Folge ist eine Riesensauerei in der Werkstatt, aber man hat ein super Ergebnis in kurzer Zeit!

Für die Handhabung großer und schwerer Werkstücke ist man bestens eingerichtet.

Und sehr große Bauteile, wie etwa die Bühne der Drehscheibe, kann man dann, ganz "Werft"-mäßig, wie im Schiffbau, draußen zusammenfügen...

...und dann mit geeignetem, schwerem Gerät weiterbefördern!

Profile krümmen mit der selbstgebauten Walzen- Biegemaschine (Ringschiene für die Drehscheibe, der enge Radius von 1,85 m erfordert zahlreiche Durchgänge!)

Arbeit mit Holz (Eiche), auch im Kleinen: Fahrschalter für die akkubetriebene Kleinlok Ka 4986

Arbeit mit Kunststoff: siebenteilige Negativform für das Führerhaus der Culemeyer- Zugmaschine vom Typ KAELBLE KV 632 ZB in Epoxy- GFK- Technik.

Auch der Umgang mit mineralischen Werkstoffen gehört dazu: der Schraubflansch für die Basis des Königsstuhls der Drehscheibe wird einzementiert.

 

Bau einer Universal- Kompaktbahnlok für alle Spurweiten zwischen 280mm und 15 Zoll (381 mm). Vorbild ist eine normalspurige, zweiachsige Rangierdiesellok von Gmeinder mit 130 PS. Dank einer Spannsatz- Montage sind die 40 mm breiten Räder stufenlos auf den Achsen einstellbar ! Sprich: Reminiszenz an die oben angesprochenen Wurzeln, seit Jahrzehnten der erste Neubau einer Liliput- Lok!

Rungenwagen der Vereinsbauart, gebaut nach Original- Musterzeichnung von 1915, bei der ersten Werkstatt- Probefahrt.

Hier das vorbildgetreue Beschriften der Rungen aus Eichenholz

Auch WIG- Schweißen gehört dazu! Das Führerhaus für die Gmeinder 130 PS wird aus 2 abgekanteten Laserblechen zusammengeschmolzen, und zwar über die gesamte Höhe, absolut verzugsfrei. Spritzer sind bei dieser Technik unbekannt: man arbeitet ganz locker mit feinen Handschuhen und im Pullover!

Kleines Teil mit großer Wirkung: ein modellmäßiger Einsatz des Schuhvorlegers funktioniert nicht in Spur H0, nicht in Spur I und auch nicht bei den "kleinen Parkbahnen" 5 und 7 1/4  Zoll, dafür ist die Masse des rollenden Materials einfach zu gering! 

Ganz anders verhält es sich bei den schweren Güterwagen der "Modellbahn XXL": mit charakteristisch- schnarrender Geräuschkulisse wird das scheinbar unaufhaltsam heranschleichende Fahrzeug beim Auflaufen auf den Hemmschuh kraftvoll abgebremst. Der dabei noch langsam weiterdrehende Radsatz reisst ihn mit einem Auslauf von mehreren Metern mit! ( s. Video " Güterzug-Bremse" )


Details der Bedienungsmechanik im TALBOT- Schotterwagen.


Arbeit an der 50-t- Achspresse: 6 Radsätze, komplett mit Tatzlagern und Kettenrädern für die Baureihe 232 werden gerade fertig. Sechs Radsätze bedeuten beim Bau einer "Ludmilla": 12 mal Achslager und Bremszylinder, 24 mal Schraubenfedern und Lemniskatenlenker und teilweise 48 fach die Einzelteile der Achslagerführungen und der Bremsgestänge sind herzustellen!

Ganzstahl- Speichenräder für das Modell eines Schmalspur- "Pufferwagens". Das erfordert natürlich ein wenig Handarbeit: Schweißen in der Lehre, Verputzen, Bohren, ausdrehen, profilieren!




Intelligente Hilfsmittel machen den Gleisbau im Gelände zum Kinderspiel: auch bei Einmann- Technik wird schwerer Oberbau mit Betonschwellen beherrscht! Verlegt wird grundsätzlich auf verdichtetem Rohboden. 


Gleisheber mit simpler Spindelmechanik erlauben jederzeit ein Anheben der Gleisroste, Nachnivellieren ist kein Problem. Auch Aufwuchssperren wie Silofolie oder Teichbahnen können eingezogen bzw. gewechselt werden. Der KLV- Anhänger mit dem Gleisbaugerät steht in einem separaten Schuppen der Bahnmeisterei jederzeit bereit!


Im Bereich des Funktionsmodellbaus muß man ja nicht jedes Detail des Vorbilds im Modell umsetzen. Hat man aber Freude daran, geht es nirgendwo so überzeugend wie hier, im zwanzigfachen H0-Maßstab: Zettelkasten des BP-Kesselwagens mit Repro eines originalen Wagenlaufzettels.


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